Was ist Erasmus+? - EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport

Erasmus+ ist ein Förderprogramm der Europäischen Union (EU). Es fördert Lernen und Zusammenarbeiten in Europa in den Bereichen Bildung, Jugend und Sport. Mit Erasmus+ kann/können zum Beispiel

* ein Azubi einen Teil seiner Ausbildung in Frankreich absolvieren,

* eine Berufsfachschülerin ein Praktikum in Österreich machen,

* eine Studentin ein Semester in Italien studieren,

* Jugendliche aus ganz Europa an einem Workcamp in Polen teilnehmen

Sie alle bekommen dafür Geld von der EU. Insgesamt stehen 14,7 Milliarden Euro bis Ende 2020 zur Verfügung. Der Programmfortlauf ab 2021 ist auf dem Weg  und die EU möchte damit insgesamt 4 Millionen Europäerinnen und Europäer fördern.

Die EU möchte damit vor allem junge Menschen unterstützen, interkulturelle Kompetenzen zu erwerben und fit für den Arbeitsmarkt zu werden. Außerdem möchte die EU erreichen, dass die Mitgliedländer im Bereich Bildung stärker zusammenarbeiten und ihre Bildungssysteme modernisieren.

Wie lange kann ich ein Praktikum im Ausland machen?

Wir fördern Aufenthalte von 2 Wochen bis 12 Monate

Wann ist ein Auslandsaufenthalt möglich? 

Während der Ausbildung und bis 12 Monate nach Abschluss der Ausbildung

Was erwartet euch während des Praktikums?

Die meiste Zeit im Ausland arbeitest du in deinem Praktikumsbetrieb. Die Arbeitsabläufe, -materialien oder -zeiten können je nach Land variieren – z.B. wird in südeuropäischen Ländern oft eine längere Mittagspause eingelegt als in Deutschland und dafür abends länger gearbeitet, während die Skandinavier eher früher Feierabend machen. Lass dich darauf ein und sei offen für Neues – diese kulturellen Unterschiede machen deinen Auslandsaufenthalt erst richtig spannend!

Wer kann teilnehmen?

Wenn du dir unsicher bist, ob du zu einer dieser Gruppen gehörst und an einem Auslandsaufenthalt mit Erasmus+ teilnehmen kannst, dann ruf uns gerne an.

Braucht man gute Schulnoten oder perfekte Sprachkenntnisse?

Die Teilnahme an einem Auslandspraktikum hängt von mehreren Faktoren ab, z.B. deiner Motivation, oder (fachlichen / sprachlichen) Eignung. Frag am besten einfach nach!

Wo bewerbe ich mich?

Wenn Du Dich für ein Auslandspraktikum interessierst, nimm am besten Kontakt mit dem Erasmus Team auf!

Studierende der Fachschule für Sozialpädagogik sowie der Allgemeinen Hochschulreife mit Erzieherausbildung können sich gerne auch direkt unter folgendem Link (Verlinkung HP Artikel Frankreich Spanien) über das Erasmusprojekt und mögliche Projektpartner informieren. 

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Erasmus+ in Spanien und Frankreich

Allgemeines/ Überblick: 

* Projekttitel: „Die Arbeit als Erzieher: Ein europäischer Vergleich“

* Kurzzeitpraktikum: AHR Allgemeine Hochschulreife+ Erzieher*in: Qualifikationsphase 1, Fachschule FS Sozialpädagogik 

* Langzeitpraktikum: 1. Hälfte des Anerkennungsjahrs: FS + AHR (max. 6 Monate)

Die Anfänge

Das erste Erasmus+ Projekt des Gisbert-von-Romberg-Berufskolleg der Stadt Dortmund fand im Januar/ Februar 2017 statt. Nach umfänglicher Suche nach einem geeigneten Projektpartner konnten wir eine Partnerschaft mit der IES Gaviota in der spanischen Stadt Adrá vereinbaren. Die IES Gaviota ist eine Mittel- und Ober-/ Berufsschule (escuela de grado medio y superior) und bietet u. a. auch eine Erzieherausbildung an. Das Schulzentrum IES Gaviota vermittelt unseren Schüler*innen  Praktikumsplätze in verschiedenen Kindertageseinrichtungen in der kleinen Hafenstadt, mit denen sie selbst kooperieren. Dazu zählen u. a. die staatliche Einrichtung „Mar Azul“ mit aktuell neun Gruppen, sowie die private Einrichtung „Había una vez“. 

Organisation: Vorbereitung und Durchführung des Praktikums

Im Laufe der letzten Jahre haben wir unsere Partnerschaft mit der IES Gaviota weiterentwickelt und jedes Jahr zwischen vier und zehn Schüler*innen der AHR Qualifizierungsphase 1 nach Spanien geschickt. Im Sommer 2018 hat auch die erste Berufspraktikantin die erste Hälfte ihres berufspraktischen Jahres in der Kita „Había una vez“ verbracht. 

Vor dem Praktikum findet eine intensive sprachliche und interkulturelle Vorbereitung der Schüler*innen statt. Dies geschieht zum einen in Form eines wöchentlich stattfindenden Vorbereitungskurses, welcher mit der Teilnahme an der Prüfung zum DELE Sprachzertifikat endet und zum anderen in einem Workshop, wo Fragen rund um den Vertag, die An- und Abreise, sowie die Unterbringung in den Gastfamilien geklärt. Darüber hinaus nehmen die Schüler*innen auch an dem digitalen OLS Sprachkurs während des Praktikums teil, der den Sprachfortschritt mittels eines ‚Vorher-Nachher-Tests‘ bestimmen soll. 

Auf spanischer Seite spielt neben der Kontaktperson an der IES Gaviota José Hernández auch die Leitung der Kita „Había una vez“ Ana Olivares eine wichtige Rolle bei der Organisation und Begleitung der Praktikant*innen. Mit ihrer Hilfe können wir nicht nur den Schüler*innen die Unterbringung in passgenau ausgewählten Gastfamilien ermöglichen, sondern auch bei auftretenden Problemen in Familie und/ oder Einrichtung direkt vor Ort vermitteln. Bevor die Schüler*innen auf die verschiedenen Einrichtungen verteilt werden, nehmen sie die erste Woche am Unterricht der Partnerschule teil, um einen ersten Kontakt zu den spanischen Auszubildenden zu bekommen. Gegen Mitte/ Ende des Praktikums findet ein Lehrerbesuch statt, bei dem die Schüler*innen im Rahmen der Erfüllung ihrer Praktikumsaufgaben ein selbstaktivierendes Lerntablett durchführen und reflektieren. Außerdem wird in diesem Zusammenhang ein kulturell orientierter Ausflug organisiert, z. B. nach Granada zur Alhambra oder nach Málaga zur Alcazaba.  

Seit Februar 2019 bieten wir auch Praktikumsplätze in Frankreich an, wo wir mit der Elterninitiative Krysalis unter der Leitung Britta Berndt zusammenarbeiten, die mehrere deutsch-französische Krippen in Straßburg leitet. Bisher hat in den Jahren 2019 und 2020 jeweils nur eine Schülerin diese Chance ergriffen, aber wir hoffen, auch dieses Projekt in Zukunft weiter ausbauen zu können.

Weiterentwicklung: Evaluation des Praktikums 

Nach Abschluss des Praktikums findet eine ausführliche Evaluation des Praktikums statt. Im Zentrum stehen dabei die gemachten Erfahrungen der Schüler*innen.  Dazu gehören u. a. die Beantwortung der Fragebögen durch das Erasmus+ Programm, die Abgabe des ausgefüllten Portfolios (Verlinkung Portfolio), sowie das Erstellen einer Präsentation (Präsentation SP und FR), die sie den nachfolgenden Jahrgängen sowie Interessenten i.d.R. nach den Osterferien vorstellen. Im Gegenzug erhalten die Schüler*innen den EU-Mobilitätspass, welcher alle Auslandserfahrungen und Sprachkenntnisse bescheinigt und im Laufe der Bildungskarriere ergänzt werden kann.  

Kontakt

Falls Sie Interesse an einem Auslandsaufenthalt im Rahmen eines Praktikums in der Erzieher*innenausbildung haben, senden Sie bitte eine aussagekräftige Bewerbung, sowie (sofern bereits möglich) folgendes Formular ausgefüllt an das Erasmus+ Team des GvR BK. 

Für ein Praktikum während der Dualen Ausbildung wenden Sie bitte direkt an das Erasmus+ Team.

Annika Krischke

(OStR, Erasmus+ Koordinatorin, EU- Beauftragte, DELE)

Sandra Molina Alvarado

(StR, Erasmus+ Koordinatorin, Schwerpunkt Praktikumsorganisation, DELE)

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