Header 2019 FSHeilerziehungspflege

Gruppenbild 1Am 17. September besuchten Studierende unserer Fachschule für  Heilerziehungspflege die TH Köln, um an einer  Sensibilisierungsschulung teilzunehmen. Im Mittelpunkt des Tages  standen die Themen Wahrnehmung, Kommunikation, Barrieren, Teilhabe und  Inklusion.

Die Schulung war in verschiedene Stationen gegliedert, die den  Studierenden einen praxisnahen und erfahrungsorientierten Zugang  ermöglichten. In Kleingruppen beschäftigten sie sich unter anderem mit  den Bereichen Sehen, Spastik, Sprache, Reize, Unterstützte  Kommunikation (UK) sowie inklusive Momente.

Besonders wertvoll war dabei der Perspektivwechsel: Die Studierenden  erhielten die Möglichkeit, sich nicht nur theoretisch mit  unterschiedlichen Formen von Beeinträchtigung und Barrieren  auseinanderzusetzen, sondern verschiedene Situationen selbst zu  erleben und anschließend gemeinsam zu reflektieren. Dadurch konnten  Wahrnehmungen geschärft, eigene Vorstellungen hinterfragt und neue  Sichtweisen entwickelt werden.

Im Bereich Unterstützte Kommunikation wurde beispielsweise deutlich,  welche Bedeutung alternative und ergänzende  Kommunikationsmöglichkeiten für Selbstbestimmung und Teilhabe haben  können. Auch die Stationen zu Sprache, Sehen und Reizverarbeitung  machten erfahrbar, wie unterschiedlich Menschen ihre Umwelt wahrnehmen  und welche Herausforderungen im Alltag entstehen können, wenn  Kommunikation oder Orientierung erschwert sind.

Die Sensibilisierungsschulung bot damit zahlreiche Anknüpfungspunkte  an die Ausbildung in der Heilerziehungspflege. Fragen wie „Welche  Barrieren entstehen möglicherweise durch Strukturen oder durch das  eigene Handeln?“, „Wie können Menschen individuell unterstützt  werden?“ und „Was braucht es, damit Teilhabe tatsächlich gelingt?“  begleiteten die Studierenden durch den Tag.

Litfasssaeule 4Schreiben 3Sprache 2

Neben fachlichen Erkenntnissen spielte auch die Reflexion der eigenen  professionellen Haltung eine wichtige Rolle. Für zukünftige  Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger ist es von  zentraler Bedeutung, Menschen ressourcenorientiert zu begleiten,  individuelle Bedürfnisse wahrzunehmen und Möglichkeiten für  größtmögliche Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe zu  schaffen.

Die vielfältigen Übungen, Selbsterfahrungen und Gespräche machten den  Besuch zu einem abwechslungsreichen und gewinnbringenden Bestandteil  der Ausbildung. Viele der gewonnenen Eindrücke und Denkanstöße können  die Studierenden nun in ihre weitere schulische Ausbildung und in ihre  Praxiserfahrungen einfließen lassen.

Wir bedanken uns herzlich bei der TH Köln sowie beim Team von EiN –  Ort für inklusives Wissen* für die Organisation, die engagierte  Begleitung und die zahlreichen wertvollen Impulse.

Ein Tag, der gezeigt hat: Inklusion beginnt nicht nur mit Wissen,  sondern auch mit Wahrnehmung, Reflexion und der Bereitschaft, die  Perspektive zu wechseln.