Am 16. März 2026 nahm die Klasse eFS25 am 4. Fachtag „Kulturkita“ im Bürgerhaus Pulsschlag in Dortmund-Dorstfeld teil. Unter dem Motto „Wie prägt unsere Haltung den pädagogischen Alltag in der Kulturkita?“ trafen sich pädagogische Fachkräfte, Leitungskräfte und Studierende, um sich über kulturelle Bildung und professionelle Haltung in der frühen Kindheit auszutauschen.
Der Fachtag eröffnete mit einem inspirierenden Impulsvortrag von Professorin Dr. Annette Dreier, die die Bedeutung einer wertschätzenden und reflektierten Haltung für kulturelle Teilhabe in Kindertageseinrichtungen am Beispiel der Arbeit in Reggio Emilia hervorhob. Sie machte deutlich, dass die pädagogische Haltung im reggianischen Sinne sich ausdrückt in der Bereitschaft, mit den Kindern zu staunen, Fragen zu stellen und gemeinsam nach Antworten zu suchen und zu forschen. Nicht nur Wissen, sondern vor allem Beziehungsgestaltung, Perspektivwechsel und das Ermöglichen von Verantwortungsübernahme und daraus resultierenden Selbstwirksamkeitserfahrungen zeichnen eine solche Haltung aus.
In vier Praxisforen gewährten anschließend Dortmunder Kindertageseinrichtungen Einblicke in ihre Projekte: Von „Klangwelten“ über den Einsatz digitaler Medien, bildende Kunst mit der Stadtkiste bis hin zu Theaterprojekten standen Kreativität und aktive Teilhabe gleichermaßen im Mittelpunkt. Die Beiträge machten anschaulich erlebbar, wie kulturelle und ästhetische Bildung im Kita-Alltag lebendig werden können.
Besonders gewinnbringend für die angehenden Erzieherinnen und Erzieher der eFS25 war auch der Raum für Begegnung und Vernetzung, denn fachliches Wachsen erfordert soziale Verbindungen - „You can’t be what you can’t see“. Der Austausch mit erfahrenen und engagierten Pädagoginnen und Leitungskräften aus den Kulturkitas eröffnete der Klasse Perspektiven, die über den rein fachlichen Ausbildungskontext hinausgehen.
Netzwerken bedeutete in diesem Zusammenhang, Beziehungen aufzubauen, voneinander zu lernen und gemeinsame Werte zu entwickeln – Grundlagen, die nicht nur berufliche Chancen eröffnen, z.B. bei der Wahl der zukünftigen Praxisstelle, sondern auch zur Qualität der eigenen späteren pädagogischen Arbeit beitragen.
Erschöpft aber voller neuer Eindrücke und Erfahrungen konnten die Teilnehmenden ein sehr zufriedenes Fazit ziehen. Wer weiß, vielleicht werden sie in ein paar Jahren selbst zu den Referierenden gehören. So wie auch viele der anwesenden Fach- und Leitungskräfte einst am Gisbert den Kulturschwerpunkt gewählt hatten.
