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Barista und Cocktails: Die aGH20a/b holt praktische Erfahrungen im Rahmen von „Aufholen nach Corona“ nach

CB Schulung Bild10Auch wenn die pandemischen Einschränkungen mit Blick auf das Corona-Virus noch nicht voll und ganz hinter uns liegen, durfte die aGH20a/b im Rahmen der Projektplanung „Aufholen nach Corona“ an einer Barista- und Cocktailschulung teilnehmen.

Am 13.06.2022 trafen sich die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe des Hotelfachs am Bochumer Hauptbahnhof und gingen gemeinsam in das Café Les Bas, um dort nach einem Frühstück die fünf Säulen der Barista-Zubereitung kennenzulernen.

Serka Barzani erklärte, dass die Siebträger-Maschine die erste Säule darstelle. Er zeigte den Lernenden, wie sie den Träger einzusetzen haben und wie der Aufbau zu verstehen sei. Die zweite Säule, die mit der Auswahl der Bohnen zusammenhänge, sei relevant für den Geschmack. Hier setze Barzani auf Arabica-Bohnen, die etwas fettiger und hochwertiger seien, weil die Bäume höher wachsen und mehr Sonne abbekämen. Auch wenn sie teurer in der Anschaffung seien, nutze er die Arabica-Bohnen.

Die dritte Säule sei die Milch: Hier eigne sich eine fettige Alternative, am besten eine 3,8%-ige, da sie sich am besten aufschäumen ließe. Es haben sich auch Milchalternativen wie z.B. der Haferdrink etabliert und ließen sich auch gut für den Schaum verwenden.
Die vierte Säule sei das Mahlwerk bzw. der Mahlkönig. Hier könne man feiner und größer mahlen und die Bohnen frisch für die Kaffeezubereitung vorbereiten. Die letzte Bohne sei die „Hand des Baristas“, welche den Aufschäumprozess anvisiere. Es sei wichtig, dass die Milch bis unter die Nase des Behälters aufgefüllt werden müsse, da sonst zu viel Luft in der Milch sei. Eine cremige Milch herzustellen, habe zwei Phasen. Der erste Schritt nenne sich „Ziehphase“, bei der die Düse nur leicht draufliege. Der zweite Schritt - die „Rollphase“ - sei für die Bildung der Milchcreme. Die kalte Milch werde mit dem erzeugten Schaum gerollt und so werde die Creme gebildet. Kurz vorm Aufschäumen müsse das Wasser rausgelassen werden, sodass nur noch Dämpfe vorhanden seien, weil das Wasser überkocht sein könne. Die optimale Temperatur liege zwischen 87 und 95 Grad. Am Ende müssen die Bläschen ausgeklopft werden. Schließlich werde die Tasse schräg gehalten, damit man eine Tiefe habe und das Muster malen könne. Das Malen des Musters sei zwar jahrelange Übungssache, aber die Lernenden der aGH20a/b machten ihre Sache für den Anfang gar nicht schlecht.

Der erste Teil der Schulung half den Schülerinnen und Schülern die Inhalte zu Kaffee, die in der Unterstufe im GO-Unterricht (Gastorientierung) theoretisch erarbeitet worden sind, praktisch kennenzulernen und auf diesem Wege zu wiederholen. Es war für einige Lernende das erste Mal an einer Siebträger-Maschine, weil viele Hotels mit Kaffeevollautomaten arbeiten. Hier haben die Teilnehmenden zwar gesehen, dass es länger dauert, wenn das Handwerk genutzt wird, aber der Geschmack auch einfach ein anderer ist.

Nach knapp drei Stunden ging es dann zum Bermudadreieck, um in der Cocktailbar „Barzani“ vier verschiedene Cocktails zuzubereiten.
CB Schulung Bild1Die Schülerinnen und Schüler durften in Vierer-Gruppen sowohl Rühr- als auch Shake-Cocktails zubereiten. Der Cocktail „Tippelsberg“ wurde zum Einstieg angeboten. Bei dieser Zubereitung lernten die Teilnehmenden, wie wichtig es ist, die Minze einmal kurz anzuschlagen, damit sich die Aromen entfalten können. Das Blue Curacao wurde hier am Ende mit einem Rührlöffel vermischt, sodass eine weitestgehend homogene Masse entstand.
Der zweite Cocktail - der „Frangelico Sour“ - zählt wohl zu den klassischen Sour-Cocktails und besteht aus sechs Spirituosen Einheiten, drei Einheiten Säure und zwei Zucker-Einheiten plus Eiweiß. Bei einem geshakten Cocktail sei es wichtig, dass das Eis immer bis zum Anschlag gefüllt sei, sodass weniger Schmelzwasser und mehr Kälte entstehe. Der „Sexy Elevator“ ist wohl ein absoluter Renner in der Bar und wurde auch von den Lernenden, nach einem intensiven Tasting, gut angenommen.
Der letzte Shake-Cocktail - der „Le Gurk“ - zeigte den nachhaltigen Charakter der Bar, weil die Dekoration der Cocktails vorrangig eigenständig zubereitet werde. Hier lernten die Schülerinnen und Schüler, wie einfach es ist, aus einer Gurkenscheibe einen dekorativen Eyecatcher zuzubereiten.

Insgesamt war es ein gelungener Tag, der die Lernenden nicht nur auf eine besondere Art und Weise zusammenschweißte, sondern auch die Möglichkeit bot, praktische Erfahrungen zu sammeln.

Impressionen eines gelungenen Tages:

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