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Deutsch lernen mit allen Sinnen – Liechtenstein Languages (LieLa) in den Internationalen Förderklassen

Mit Beginn des Schuljahres 2018/2019 besuchten zwei Kolleginnen unserer Schule eine einwöchige Fortbildung zum neuartigen Sprachlernprogramm „LieLa“, um dieses für die Schülerinnen und Schüler unserer Internationalen Förderklassen nutzen zu können. Seitdem wurde „LieLa“ als Pilotprojekt in zwei Internationalen Förderklassen durchgeführt.

Das Konzept beruht darauf, eine neue Sprache mit allen Sinnen zu erfahren, besonders der auditive sowie der habtische Sinn werden angesprochen. Der Aufbau der einzelnen Einheiten ist darauf ausgelegt, sowohl die rechte als auch die linke Hirnhälfte anzusprechen, was dazu führt, dass Worte und Satzstrukturen besser und schneller verinnerlicht werden. Bei „LieLa“ arbeiten Lernende mit Rollenspielen, Bildkarten, Musik und Gesang, es wird zudem gemalt und gestaltet – und dabei viel gelacht.

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Die deutsche Sprache wird so für alle aktiv erfahrbar und mit allen Sinnen erlebt. Binnen weniger Wochen können Sprachanfänger einen Wortschatz von rund 600 Worten aufbauen. Inhaltlich geht es um Alltägliches: Farben und Einrichtungsgegenstände werden ebenso thematisiert wie Gänge zum Amt oder die Orientierung in der Stadt. Für Lehrende wie Lernende ist „LieLa“ eine ganz neue Erfahrung, da von beiden Seiten Körpereinsatz erwartet wird: Sitzen und Schreiben gibt es bei „LieLa“ wenig, die Abwechslung der Methoden bringt hier den Erfolg.

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Das Feedback der Schülerinnen und Schüler ist durchweg positiv. „LieLa“ hat allen Spaß gemacht und durch neue Lernmethoden zahlreiche Anreize gegeben, wie man Sprache „mal anders“ erleben und erlernen kann. 

Der Sponsorenlauf am Gisbert-von-Romberg-Berufskolleg schenkt 50 Menschen einen gesunden und selbstbestimmten Alltag

Sauberes Wasser ist für uns eine Selbstverständlichkeit: Für 663 Millionen Menschen immer noch ein Traum. Dies wollten die Schülerinnen und Schüler der Einjährigen Berufsfachschule (bBF18b) gemeinsam mit weiteren am Schulleben beteiligten Personen ändern.

Geprägt durch die eigene Biographie einiger zugewanderter Klassenmitglieder organisierten die Schülerinnen und Schüler am 09. Oktober 2018 im Rahmen des Gesundheitstages einen Sponsorenlauf, um Kindern in Äthiopien eine bessere Zukunft zu schenken. In der Zeit von 11:00 bis 14:00 Uhr sind 122 Personen aus sieben verschiedenen Klassen gestartet. Darunter befanden sich 14 Lehrpersonen sowie der Schulhund Emmi, der zwei Kilometer zurücklegte. Die Läuferinnen und Läufer förderten nicht nur ihre eigene Gesundheit, sondern sicherten ebenso das Überleben anderer Menschen.

Mit insgesamt 1083 Runden um die Schule wurden etwa 433,2 Kilometer zurückgelegt. Sieben Lernende sowie eine Lehrkraft absolvierten während der drei Stunden einen durchgängigen Dauerlauf. Steven Middelmann (d17Q1a) wurde mit 84 Runden und einer Strecke von 33,6 Kilometern als Spitzenreiter geehrt. Seine Klassenkameradin Kim Paltian legte gemeinsam mit weiteren Schülern als beste weibliche Starterin mit 51 Runden eine Halbmarathonstrecke zurück.

Uebergabe Sponsorenlauf 1 kleinIm Bild sehen Sie (v.l.n.r.): Herr Damm, Frau Reth, Kim Paltian (d17Q1b), Steven Middelmann (d17Q1b), Frau Čengić

Mit diesem unglaublichen Ergebnis konnten 2500 Euro an die Neven Subotic Stiftung gespendet werden, die durch WASH-Projekte (Wasser, Sanitär und Hygiene) Kindern in der Tigray-Region Äthiopiens einen sicheren Zugang zu sauberem Wasser, Sanitäranlagen und menschenwürdigen Hygienebedingungen ermöglicht. Als Resultat davon nehmen auch wieder mehr Kinder am Schulunterricht teil, weil ihre Gesundheit nicht länger durch mangelnde Hygiene gefährdet ist. Durch den erlaufenen Betrag konnte 50 Menschen ein gesunder und selbstbestimmter Alltag geschenkt werden. Das Team der Stiftung bedankt sich von ganzem Herzen für das außerordentliche Engagement – wie hier zu sehen.

Uebergabe Spnsorenlauf 2 kleinIm Bild sehen Sie bei der persönlichen Spendenübergabe (v.l.n.r.): Nohom Kesete (bBF18b), Frau Demirci, Frau Kuhlke (Stiftungsmitarbeiterin), Zana Suleiman (bBF18b), Frau Čengić

Qualitätsanalyse NRW attestiert zahlreiche Bestbeurteilungen für das Gisbert-von-Romberg-Berufskolleg

Im Rahmen der Qualitätsanalyse der nordrhein-westfälischen Schulen wurde unser Berufskolleg von einem vierköpfigen Qualitätsteam der Bezirksregierung Arnsberg unter der Leitung von LRSD Kadenbach bewertet.

Im Zeitraum vom 12. bis 14. November 2018 führte das Team 80 Unterrichtsbesuche in verschiedenen Bildungsgängen durch. Darüber hinaus wurden Interviews mit Lernenden, Eltern, externen Kooperationspartnern, städtischen Angestellten und Schulverwaltungsassistenz, Schulsozialarbeiterinnen, Lehrenden, erweiterter Schulleitung und Schulleitung  über die schulische Arbeit, die Schulentwicklungsprozesse und das Schulleben geführt. Eine umfassende Dokumentenanalyse und ein Schulrundgang vervollständigten das Analyseverfahren. Die Qualitätsprüfung ergab ein hervorragendes Resultat, das unser langjähriges schulisches Wirken bestätigt.

In den untersuchten Inhaltsbereichen, des sich am Referenzrahmen für Schulqualität orientierenden NRW-Qualitätstableaus, ergab die Qualitätsprüfung eine äußerst gute Bilanz. Gleich in zahlreichen essentiellen Bereichen wurden wir mit der Beurteilung „exzellent, die Ausführungen sind beispielhaft und können als Vorbild für andere genutzt werden“ ausgezeichnet (++). Bei allen anderen Qualitätskriterien entspricht die Bewertungsstufe den Erwartungen (+).

Die besonderen Stärken des Gisbert-von-Romberg-Berufskollegs zeigt folgende Übersicht:

Wir freuen uns sehr über die Zustimmung für unsere Arbeit und werden auch in der Zukunft nicht nachlassen, unseren Lernenden bestmögliche Voraussetzungen zu schaffen, um ihnen die erforderliche Selbst- und Informationskompetenz zu vermitteln, die lebensbegleitendes Lernen im Privat- und Berufsleben erfolgreich werden lässt.

Schulleiter Klaus Krutmann spricht Worte des Dankes ans Kollegium vor der Rückmeldung zur Qualitätsanalyse.

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In bester Stimmung nahm das Schulleitungsteam die Gratulationen des Qualitätsteams und der schulfachlichen Aufsicht entgegen.

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von links: Stefan Kadenbach (Qualitätsprüfer Berufskolleg), Ludger Dieckmann (schulfachlicher Dezernent), Torben Holzhauer (stellv. Schulleiter), Marion Trübiger (Qualitätsprüferin), Katrin Meyer (Qualitätsprüferin), Klaus Krutmann (Schulleiter)

Zu Besuch beim BVB-Lernzentrum

Am 11.01.2019 war eine Internationale Förderklasse des Gisbert-von-Romberg-Berufskollegs zu Besuch beim BVB-Lernzentrum, einem außerschulischen Lernort für soziale und politische Bildungsangebote im Dortmunder Fußballstadion, dem Signal-Iduna-Park.

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Im Rahmen des Projekts „angekommen in deiner stadt dortmund“ arbeitet die Klasse im ersten Schulhalbjahr 2018/19 freitags zum Thema „Leben in Dortmund“. Besprochen wurden hier beispielsweise bereits Themen wie die allgemeinen Menschenrechte und deren Verankerung im Grundgesetz.

Beim BVB-Lernzentrum wurde einen Vormittag lang zum Thema Rassismus gearbeitet: Was bedeuten die Worte Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung? Wie werden Diskriminierung und Ausgrenzung im Alltag beobachtet und erlebt? Welche eigenen Erfahrungen haben die Schülerinnen und Schüler selbst mit Rassismus gemacht? Gemeinsam wurde erarbeitet, was Vorurteile sind und welche uns entgegen gebracht werden. Ebenso wurde kritisch hinterfragt, welche Vorurteile wir möglicherweise anderen entgegen bringen.

In entspannter Atmosphäre wurden die Jugendlichen sensibilisiert in ihrem eigenen Alltag auf Diskriminierung und Ausgrenzung zu achten. Infolge wird gemeinsam erarbeitet, wie jede und jeder Einzelne im Sinne von Zivilcourage eingreifen kann, wenn sie oder er Ausgrenzung und Diskriminierung beobachtet oder erlebt.

Reichsprogromnacht - 80 Jahre danach

Für ein friedliches und gleichberechtigtes Miteinander organisierten die Schulsozialarbeiterinnen des Gisbert-von-Romberg-Berufskollegs eine anschauliche Foto-Aktion, bei der sich SchülerInnen, LehrerInnen und Beschäftigte der Schule dazu bekennen sich im Sinne des Artikel 3 des Grundgesetzes einzusetzen:

„Ich will, dass alle Menschen in Frieden leben können und niemand wegen seiner Herkunft, Religion, Hautfarbe, Kultur, sexuellen Orientierung, Kleidung, Nationalität, Muttersprache, … Angst haben muss.“

Foto Reichsprogromnacht

Entstanden sind über 70 Fotos von Einzelpersonen, Teams und ganzen Klassen, die nun als Ausstellung an unserer Schule zu sehen sind.

Die Schülerinnen und Schüler des beruflichen Gymnasiums und ihre Lehrkräfte steuerten ein Kunstprojekt zum Thema „Künstlerische Auseinandersetzung zum Umgang mit Diskriminierung in Kindertageseinrichtungen“ bei und präsentierten zudem in der Aula den „Kälbermarsch“ von Bertold Brecht und „Heal the world“ von Michael Jackson.

Dank gilt dem Verein der Freunde und Förderer des Gisbert-von-Romberg-Berufskollegs, welcher das Projekt finanziell ermöglicht hat.

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